Sicherheitswindungen auf der Seiltrommel

Diese Erklärung erläutert die normativen Vorgaben (EN 12604) zur Befestigung von Stahlseilen an Seiltrommeln und zeigt die verschiedenen technischen Möglichkeiten auf, um den erforderlichen Sicherheitsfaktor 6 zu gewährleisten.

Produkte
Sektionaltor
Kundengruppe
Privat
Autor
Simon Köster
Veröffentlicht am
May 3, 2026

Sicherheitswindungen auf der Seiltromme

Vorgaben der europäischen Normen (EN 12604)

Gemäß den europäischen Normen gibt es für die von der Ocean Service Group vertriebenen Systeme zwei Möglichkeiten, das Stahlseil an der Seiltrommel zu befestigen. Das ist in der EN 12604 deutlich beschrieben:

4.7.4.2 Steel wire ropes, pulleys and drumsTerminations other than spliced terminations in accordance with EN 13411-2, or ferule secured eyes in accordance with EN 13411-3 or wedge socket devices in accordance with EN 13411-6, shall have a breaking load giving a safety factor not less than 6, or a minimum of two full turns of steel wire rope are left on the drum in terminal position.  

Befestigungsarten und Sicherheitsfaktor  

Die erste Möglichkeit besagt: Die Befestigung des Stahlseiles muss eine Bruchfestigkeit besitzen, die nicht weniger beträgt als der Sicherheitsfaktor 6.  

Extreme Nahaufnahme eines mechanischen Bauteils, vermutlich an einem Sektionaltor. Zu sehen ist eine metallische, gerillte zylindrische Struktur (ähnlich einer Seiltrommel oder eines Spannkopfes). In eine runde Öffnung auf der Oberfläche ist ein schwarzes Sechskantwerkzeug (Inbusschlüssel) eingesteckt. Im unteren Bildbereich sind zwei massive metallische Klemmelemente oder Führungsblöcke zu erkennen, über deren linke Seite ein geflochtenes Stahlseil verläuft. Zwischen den Blöcken ist im Schatten ein kleines zahnrad- oder federähnliches Detail sichtbar.

Das Stahlseil wird bei dieser Ausführung durch die Seiltrommel hindurch geführt und mit einer Innensechskantschraube befestigt. Das sorgt dafür, dass die Befestigung stärker ist als der vorgeschriebene Sicherheitsfaktor 6. Das Stahlseil selbst muss zudem 6x überdimensioniert sein.  

Nahaufnahme eines mechanischen Bauteils, höchstwahrscheinlich einer Seiltrommel für ein Sektionaltor. Im oberen Bereich ist eine gerillte, metallische Zylinderfläche zu sehen, in der eine Innensechskantschraube (Madenschraube) sitzt. Darunter befinden sich zwei massive Metallblöcke, die einen schmalen Spalt bilden. Ein geflochtenes Stahlseil führt von links kommend über den ersten Block und knickt dann nach unten in diesen Spalt ab, wo es eingeklemmt oder geführt wird. Im unteren Bildbereich ist eine zylindrische Hohlwelle (Nabe) mit einer eingefrästen Passfedernut zur Befestigung auf einer Achse deutlich erkennbar.
Nahaufnahme der Innenseite einer metallischen Seiltrommel für ein Sektionaltor. Zu sehen ist ein geflochtenes Stahlseil, das durch eine runde Öse bzw. Führungsbohrung verläuft und mit einem verpressten Metallnippel oder einer Endhülse am Ende der Führung gesichert ist. Die gegossenen und bearbeiteten Metallflächen des Trommelgehäuses zeigen eine leicht matte, graue Oberfläche.

Zwei Sicherheitswindungen

Die zweite Möglichkeit besagt: Das Stahlseil muss 2 Sicherheitswindungen auf der Seiltrommel besitzen.

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Nahaufnahme der Innenseite einer aus Metall gefertigten Seiltrommel, wie sie typischerweise bei Sektionaltoren verwendet wird. Im unteren Bildbereich ist das mehrfach außen aufgewickelte Drahtseil zu erkennen, welches durch einen Spalt in das Innere der Trommel geführt wird. Das Seilende ist dort mit zwei fest aufgepressten Metallhülsen (Pressklemmen) gegen ein Durchrutschen gesichert. Im Zentrum der Trommel ragt eine zylindrische Nabe empor, die mit einer vertikalen Passfedernut zur sicheren Montage auf einer Welle versehen ist.

Das Stahlseil wird in diesem Szenario mit Hilfe von Seilklemmen gesichert. In diesem Fall müssen sich immer mindestens 2 Sicherheitswindungen auf der Seiltrommel befinden. Das Stahlseil selbst muss auch hier 6x überdimensioniert sein.

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