Diese Dokumentation beleuchtet die technischen Konsequenzen, Risiken und Besonderheiten eines Schienensystems ohne Breakaway, das ausschließlich als Sonderlösung für spezifische Einbausituationen vorgesehen ist.
Auf speziellen Wunsch eines Montagebetriebs kommt es manchmal vor, dass die Ocean Service Group bei den Original-Herstellern ein Schienensystem ohne Breakaway als Sonderanfertigung in Auftrag gibt. Der Schienensatz wird dann von der technischen Arbeitsvorbereitung des jeweiligen Herstellers gezeichnet. Ein System ohne Breakaway wird in allen Fällen auf Risiko des ausführenden Montagebetriebs in Auftrag genommen.
Das System wird nur dann angewendet, wenn sich für eine spezifische Einbausituation keine anderen Lösungen eignen. Es sollte dann auch nur so ausgeführt werden, wenn es wirklich nicht anders geht. Und es muss eine bewusste Entscheidung des Montagebetriebs sein, unter anderem weil eine solche Ausführung eigentlich nicht wünschenswert ist. In allen Fällen kann die Ocean Service Group davon ausgehen, dass der Montagebetrieb ausreichend Fachwissen über Tore hat, um die Konsequenz eines solchen Systems zu verstehen. Da es diesbezüglich viele wichtige Punkte zu beachten gilt, sind die wichtigsten Aspekte nachstehend aufgelistet.
Bei einem System ohne Breakaway in Kombination mit einem Hub-System (HS) oder Vertikal-System (VS) verläuft das Torblatt dicht am Sturz entlang. Bei einem Normal-System (NS) kommt das Paneel beim Lauf nicht bis an den Sturz heran, weil es durch den Bogen vom Sturz weggeleitet wird. Dadurch wird der Effekt der Wärmeausdehnung verringert. Bei geschlossenem Tor liegt das Paneel dann allerdings am Sturz an. Bei Temperaturschwankungen durch Sonneneinstrahlung wölbt sich das Paneel ein wenig. Das ist eine allgemein bekannte Erscheinung in der Torbranche. Bei breiteren Toren muss der Sturz daher nach hinten verlegt werden. Der dadurch entstehende Freiraum muss ordentlich abgedichtet werden. Diese Abdichtung wird nicht standardmäßig von #der Ocean Service Group# angeboten.
Bei einem System ohne Breakaway in Kombination mit einem Hub-System (HS) oder Vertikal-System (VS) verläuft das Torblatt dicht am Sturz entlang. Bei einem Normal-System (NS) kommt das Paneel beim Lauf nicht bis an den Sturz heran, weil es durch den Bogen vom Sturz weggeleitet wird. Dadurch wird der Effekt verringert. Bei geschlossenem Tor liegt das Paneel dann allerdings am Sturz an. Bei Temperaturschwankungen durch Sonneneinstrahlung wölbt sich das Paneel ein wenig. Bei dunklen Toren ist dieser Effekt wesentlich stärker als zum Beispiel bei einem weißen Paneel. Der Sturz muss dann wesentlich weiter nach hinten verlegt werden. Der dadurch entstehende Freiraum muss ordentlich abgedichtet werden. Diese Abdichtung wird nicht standardmäßig von der Ocean Service Group angeboten. Ein breites Tor in einer dunklen Farbe kann sich ganze 6 bis 8 cm wölben(!) wenn es voll in der Sonne steht. Es kann empfehlenswert sein, bei solchen Toren Versteifungsprofile mit einer gewissen Vorspannung anzubringen. Standardmäßig muss ein Versteifungsprofil auf einem flachen Paneel montiert werden. In diesem besonderen Fall kann eine geringfügige Vorspannung von etwa 20 bis 30 mm wünschenswert sein. Aber trotz dieser Empfehlung muss der Montagebetrieb selbst das Risiko übernehmen.
Bei einem System ohne Breakaway ist der Lauf des Tores schwerer als bei einer Standardausführung, daher entsteht auch mehr Lärm als bei einem Standardtor. Der gesetzliche Grenzwert für den Geräuschpegel von 70 dB (EN 12453) wird nicht überschritten.
Eines der Merkmale eines Systems ohne Breakaway ist, dass das Tor gerade nach oben läuft und daher über die gesamte Länge am Seitengummi entlang scheuert. Natürlich wird die Lebensdauer des Seitengummis dadurch verkürzt. Dies muss bei der Wartung berücksichtigt werden.
Ein System ohne Breakaway läuft schwer (das Anlaufen ist schwerer). Daher muss geprüft werden, ob der Antrieb für eine derartige Leistung stark genug ist. Der Antrieb muss eine Überkapazität haben, darf also nicht gerade ausreichend sein. So wird ein Schaden am Antrieb verhindert.
Ein System ohne Breakaway ist nicht wünschenswert, daher wird stark davon abgeraten. Falls sich ein #Montagebetrieb# trotzdem (bewusst) dafür entscheidet, trägt er selbst das Risiko. Bei einem Tor mit einer hohen Nutzungsfrequenz wird ganz besonders von einem System ohne Breakaway abgeraten. Um Störungen und Probleme zu verhindern, müssen die Konsequenzen eines Systems ohne Breakaway richtig eingeschätzt und verstanden werden.
Bei einem System ohne Breakaway ist kein Platz für das Drahtseil, falls dafür eine breitere Bahn neben dem Torblatt erforderlich sein sollte. Daher müssen die Drahtseile in fast allen Fällen außen entlang laufen. Es ist wichtig, dass dies eine bewusste Entscheidung des Montagebetriebs sein muss. Außerdem muss eine solche Konsequenz ausdrücklich dem Endabnehmer erklärt werden. So wird Ärger im Nachhinein verhindert. Bei einem Normal-System dürfen die Kabel übrigens immer innen verlaufen. Bei der kleinsten VL-Trommel ist das auch der Fall (3115). Falls eine Umlenkrolle verwendet wird, um die Drahtseile umzuleiten, dann können die Drahtseile einfach auf der Innenseite verlaufen.
Ein System ohne Breakaway hat eine normale CE-Kennzeichnung durch den Hersteller. Falls die Drahtseile jedoch außen verlaufen, ist es wichtig, dies in der vorgeschriebenen Risikoanalyse zu berücksichtigen. Drahtseile an der Außenseite sind nur dann zulässig, wenn es sich wirklich nicht anders einrichten lässt und ausschließlich in einer industriellen Umgebung mit geschulten Anwendern. Für die CE-Kennzeichnung ist es auch wichtig, dass der stärkere Verschleiß der Seitengummis bei der Wartung berücksichtigt wird. Auch dabei gilt, dass mit einem System ohne Breakaway ganz bewusst umgegangen werden muss.
Für ein System ohne Breakaway gilt ein Aufpreis. Das liegt daran,
Ob Feuerwache, Produktionshalle oder Einfamilienhaus — ein kurzes Gespräch reicht. Rückmeldung innerhalb eines Werktags, Vor-Ort-Termin innerhalb zehn Werktagen.