Porosität von Kunststoffverglasung

Diese Erklärung beschreibt die mikroskopische Porosität von Kunststoffverglasungen (PMMA, PC, SAN) und erläutert die Ursachen für Kondensatbildung in Fensterkassetten sowie Vergleiche zu Isolierverglasungen aus Glas.

Produkte
Sektionaltor
Kundengruppe
Privat
Autor
Simon Köster
Veröffentlicht am
March 8, 2026

Porosität von Kunststoffverglasung

Materialeigenschaften und Kondensatbildung

Die im Torbau verwendete Kunststoffverglasung wird aus den Polymeren PMMA (Polymethylmethacrylat), PC (Polycarbonat) und SAN (Styrol-Acrylnitril) hergestellt. Diese Werkstoffe sind mikroskopisch porös und lassen daher in geringem Maße Wasserdampf durch. Aus diesem physikalischen Umstand kann es in bestimmten Situationen zur Bildung von Kondensat innerhalb der Fensterkassette kommen.

Diese Kondensatbildung ist grundsätzlich nicht auf einen Material- oder Herstellungsfehler zurückzuführen, sondern wird durch zwei Hauptursachen begünstigt:

Witterungseinflüsse

Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenseite stellen oft den Hauptauslöser dar. Darüber hinaus spielen die absolute und relative Luftfeuchtigkeit, Windverhältnisse, die Lüftungssituation sowie die Intensität der Sonneneinstrahlung eine wesentliche Rolle.

Einbausituation

Hierzu zählen umgebende Baumaterialien, die geometrische Anordnung des Bauteils sowie benachbarte Gebäude oder Bepflanzungen (wie Bäume und Sträucher), die das Mikroklima direkt vor dem Tor beeinflussen.

Nahaufnahme der Verglasung eines Sektionaltores mit dunklen Aluminium-Profilen, mehreren Glasscheiben und sichtbaren metallischen Befestigungselementen bzw. Verschraubungen.

Gegenmaßnahmen und Vergleich mit Glas

Die genannten Einflussfaktoren können einander verstärken oder abschwächen. Es gibt jedoch keine universellen oder spezifischen technischen Gegenmaßnahmen zur vollständigen Vorbeugung. Eine absolute, hermetische Abdichtung der Fensterkassette lässt sich aufgrund der dampfdiffusionsoffenen Eigenschaften des Kunststoffs nicht realisieren.

Eine vollständige Vermeidung von Kondensat in Fensterkassetten ist konstruktionsbedingt nur bei Isolierverglasungen aus Echtglas möglich. Glas bietet im Vergleich zu Kunststoff eine optisch sehr elegante Ausstrahlung, bringt jedoch erhebliche Nachteile mit sich:

  • Ein deutlich höheres Gewicht
  • Strengere Anforderungen an Sicherheit und Statik
  • Höhere Anschaffungskosten
  • Die Notwendigkeit einer speziell angepassten Tor- und Gewichtsausgleichskonfiguration

In der Praxis werden Kunststoffverglasungen aufgrund ihrer hervorragenden Verarbeitungseigenschaften, des geringen Gewichts und der wirtschaftlichen Vorteile klar bevorzugt.

Kondensatbildung tritt im Regelfall ohnehin nur selten auf. Häufig zeigt sich dieses Phänomen während der klassischen Austrocknungsphase eines Neubaus oder in der ersten Wintersaison nach der Torinbetriebnahme, wenn starke Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen vorherrschen. In der Regel trocknet die Kassette danach dauerhaft aus, sodass keine erneute Kondensatbildung zu erwarten ist.

Haben Sie ein Projekt für uns?

Ob Feuerwache, Produktionshalle oder Einfamilienhaus — ein kurzes Gespräch reicht. Rückmeldung innerhalb eines Werktags, Vor-Ort-Termin innerhalb zehn Werktagen.

+49 2941 9488 301
Mo–Fr · 7:30–17:00
sales@oceanservicegroup.de
Antwort < 24 h
Lippstadt
Hauptsitz