Ist eine Federbruchsicherung vorgeschrieben?

Diese Erklärung erläutert die Vorgaben der CE-Norm EN 13241 zur Federbruchsicherung bei Sektionaltoren und beschreibt, unter welchen Bedingungen (z. B. handbetätigte Tore oder bestimmte Antriebe) diese zwingend erforderlich ist, um unkontrollierte Fallbewegungen zu verhindern.

Produkte
Sektionaltor
Kundengruppe
Privat
Autor
Simon Köster
Veröffentlicht am
May 3, 2026

Ist eine Federbruchsicherung vorgeschrieben?

CE-Normen und Marktanforderungen

Ein Sektionaltor hat der europäischen CE-Norm EN 13241 sowie grundliegenden relevanten Normen zu entsprechen. Die Mutternorm EN 13241 dient als Grundlage für die Antwort.

Das Thema Federbruchsicherung kommt in vielen Berichten vor. Der Grund dafür ist, dass diese Vorrichtung mehrere CE-Themen umfasst. Es betrifft beispielsweise die Risikoanalyse, aber auch Themen, wie Tests und Nachhaltigkeit.

Die Ocean Service Group vertreibt im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern keine Produkte mit abweichenden Sonderregelungen. Der Markt wird genau beobachtet und alle Entwicklungen werden ernsthaft beurteilt und abgewogen. Die Ocean Service Group bietet genau wie etablierte Hersteller auf dem europäischen Markt ausschließlich Tore mit allgemein akzeptierten Sicherungen an. Außerdem erfüllen die von der Ocean Service Group vertriebenen Standardprodukte die diesbezüglich geltenden europäischen Vorschriften. Diese Tatsache wird von akkreditierten Instanzen unterstützt.

Vermeidung unkontrollierter Fallbewegungen

Um zu bestimmen, wann es, im Hinblick auf die europäischen CE-Vorschriften, Pflicht ist, eine Federbruchsicherung zu verwenden, müssen zuerst die Vorschriften betrachtet werden.

Es ist nicht zulässig, dass ein Sektionaltor eine unbeabsichtigte und unkontrollierte Fallbewegung macht, die größer ist als 300 mm (EN 12604). Eine unbeabsichtigte und unkontrollierte Fallbewegung kann dadurch verursacht werden, dass:

  • ein oder mehrere Stahlseile reißen,
  • das Tor eine bestimmte Zeit hängen bleibt, während die Welle die Abwärtsbewegung fortsetzt (das Seil erschlafft),
  • eine Feder bricht.
Nahaufnahme eines gerissenen Stahlseils, das von der Deckenkonstruktion eines Sektionaltores herabhängt. An der Bruchstelle ist das Seil extrem stark ausgefranst; die unzähligen dünnen Drahtlitzen stehen wirr und aufgesplisst in alle Richtungen ab. Im leicht unscharfen Hintergrund sind die weißen, horizontalen Paneele eines geschlossenen Industrietores sowie die massiven metallischen Führungsschienen auf der linken Seite zu erkennen, was verdeutlicht, dass es sich um das gerissene Tragseil der Toranlage handelt.

Die Funktion der Feder

Eine Feder dient dazu, das Tor im Gleichgewicht zu halten. Jede Feder hält ein bestimmtes Gewicht im Gleichgewicht. Wenn eine Feder bricht, besitzt die andere Feder, oder besitzen die anderen Federn, nicht genug Kraft, um den weggefallenen Teil des Torblattgewichts im Gleichgewicht zu halten. Dadurch macht das Torblatt eine schließende Bewegung. Je größer der Gewichtsanteil der gebrochenen Feder ist, desto schneller schließt sich das Torblatt. Dies wird mit Recht als eine unbeabsichtigte und unkontrollierte Bewegung betrachtet.  

Vorgaben der Ocean Service Group für die Federbruchsicherung  

Eine Federbruchsicherung ist eine Sicherung, die eine unbeabsichtigte und unkontrollierte Bewegung (ein Herunterfallen) verhindern soll. Diese Funktion wird in bestimmten Fällen vom Antrieb übernommen. Heutzutage haben die meisten Torantriebe ein Wurmradgetriebe. Dieses sorgt dafür, dass das Tor beim Brechen einer Feder sicher festgehalten wird und nicht in einen freien Fall geraten kann.  

SBS - FBS - SSS
Handbetätigt
Konsole SBS FBS 1 x SSS 2 x SSS
Tor Handbetätigt
Tor Handbetätigt
Wellenantrieb
Konsole SBS FBS 1 x SSS 2 x SSS
EB - E
EB - E
EB - KE-KU
EB - KE-KU
EB - KE-KU Totmann
EB - KE-KU Totmann
Deckenschlepper
Konsole SBS FBS 1 x SSS 2 x SSS
EB Deckenschlepper
EB Deckenschlepper
SBS = Seilbruchsicherung / FBS = Federbruchsicherung / SSS = Schlaffseilsicherung
EB = elektrisch betätigt / E = Entriegelung / KE = Kette Notbetrieb /
KU = Kurbel Notbetrieb

Antriebsarten und Handentriegelung

Gemäß den CE-Bestimmungen sind nicht alle Antriebe dazu geeignet, die Aufgabe der Federbruchsicherung zu übernehmen. So gibt es Antriebe, bei denen das Tor im Falle der Entriegelung frei bewegt werden kann. Bei der Verwendung dieser Art Antriebe muss das Tor die Anforderungen für handbetätigte Tore erfüllen.  

Eine Federbruchsicherung ist bei allen handbetätigten Toren und elektrisch betätigten Toren, die eine Handentriegelung als Notvorrichtung besitzen (E-Typen und Deckenschlepper-Antriebe), Pflicht.  

Die CE-Kennzeichnung der von der Ocean Service Group vertriebenen Produkte ist in vielen Berichten der Original-Hersteller dokumentiert, die außerdem von Berichten europäischer benannter Stellen unterstützt werden. Alle Berichte sind aus Wettbewerbsgründen vertraulich. Falls relevant, sind diese Berichte in Zeewolde zur Einsicht verfügbar.  

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