Diese Erklärung erläutert die zulässigen Grenzwerte der Kraftentwicklung bei Sektionaltoren gemäß EN 13241, EN 12453 und EN 12445, zeigt mögliche Ursachen für zu hohe Spitzenkräfte auf und beschreibt die systematische Überprüfung sowie die Vorgaben zur Messung.

Den europäischen Normen EN 13241, EN 12453 und EN 12445 gemäß muss die Kraftentwicklung eines Sektionaltores im geschlossenen Zustand beziehungsweise beim Schließvorgang unter 400 N bleiben.
Wenn ein höherer Wert gemessen wird, gibt es einige Aspekte, die dafür die Ursache sein können (in beliebiger Reihenfolge):
Wenn ein Sektionaltor eine zu hohe Spitzenkraft aufweist, ist es äußerst wichtig, einige Punkte systematisch zu überprüfen:
Die Ausgewogenheit des Tores ist der wichtigste Faktor, wenn es um die Spitzenkraft geht. Nach dem sicheren Abkuppeln des Antriebs muss überprüft werden, ob das Tor ausgewogen ist. Wenn das nicht der Fall ist, muss geprüft werden, ob das Tor durch Nachstellen der Federn in die Balance gebracht werden kann. Ist dies nicht möglich, muss überprüft werden, ob am Tor die korrekten Federn für das tatsächliche Torblattgewicht montiert wurden.
Bei einem Hoch-System (HL) und Vertikal-System (VL) ist es wichtig zu überprüfen, ob das Stahlseil exakt und sauber um die Seiltrommel gewickelt ist. Bei einem HL-System muss der konische Teil der Trommel vollständig umwickelt sein und das Stahlseil am konischen Teil beginnen, wenn das obere Paneel um 45° angewinkelt ist. Bei einem VL-System muss die Trommel im geöffneten Zustand vollständig umwickelt sein.

Spiel an den mechanischen Komponenten verursacht höhere Spitzenkraftwerte. Es ist wichtig zu überprüfen, ob das Tor nicht zu locker montiert wurde. Außerdem muss das Tor absolut waagerecht ausgerichtet sein, die Schienen in gleicher Höhe angebracht werden (serienmäßig mit einer leichten Steigung von 1° nach hinten) und die waagerechten Schienen kreuzweise gemessen exakt die gleichen Diagonalmaße aufweisen.
Für die Spitzenkraft spielt die korrekte Programmierung des Antriebs eine entscheidende Rolle. Wenn die Schließgeschwindigkeit und die Abschaltkraft verringert werden können, wirkt sich dies oft direkt positiv auf die gemessene Spitzenkraft aus.
Die Höhe, die Form und das Volumen des Bodengummis haben einen direkten Einfluss auf die Spitzenkraft. Ein höheres Gummi mit einem höheren Verformungs- und Absorptionsvermögen führt zu einer geringeren gemessenen Spitzenkraft beim Aufsetzen auf den Boden.
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