Diese Erklärung beschreibt die Grundlagen zu Drehrichtung, Spannung, Raumbedarf, Ursachen für Unwuchten und korrekten Handhabung von Torsionsfedern bei Sektionaltoren.
Bei der Drehrichtung von Torsionsfedern wird zwischen links gewunden (LHW) und rechts gewunden (RHW) unterschieden. In der Vergangenheit wurde für die Federn, Trommeln und mehrere andere Federsatzkomponenten die Farbe Rot für links und die Farbe Schwarz für rechts verwendet. Davon wird allmählich abgesehen. Eine Feder wird immer in ihrer spezifischen Drehrichtung gespannt.
Ein falsches Spannen der Feder kommt in der Praxis gelegentlich vor. Da Torsionsfedern die gefährlichste Komponente eines Sektionaltores sind, ist es äußerst wichtig, bewusst und mit äußerster Vorsicht damit umzugehen. Branchen- und Unfallstatistiken verzeichnen immer wieder schwere Unfälle während der Montage oder Demontage von Federn.


Auf der entspannten Feder befindet sich im Auslieferungszustand ein gerader Strich. Nachdem die Torsionsfeder gespannt wurde, kann anhand dieses Striches überprüft werden, ob die Feder mit der vorgeschriebenen Anzahl an Umdrehungen gespannt wurde. Der Strich muss exakt in der Drehrichtung der Feder verlaufen. Er dient lediglich als optisches Hilfsmittel; entscheidend ist jedoch das tatsächliche, korrekte Gleichgewicht des Tores, welches nach dem Spannvorgang zwingend überprüft und für einwandfrei befunden werden muss.

Vor dem Spannen der Federn ist sicherzustellen, dass die Torsionswelle stabil und korrekt in den Konsolen eingebunden ist. Nach jeder vollständigen Umdrehung (entspricht 4 Viertelumdrehungen) dehnt sich die Feder axial aus. Wenn die Feder während dieses Vorgangs nicht ausreichend Freiraum erhält, kann dies zu einer unzulässigen Verwindung führen. Dieses Phänomen tritt auch dann auf, wenn der Spannkopf nicht ordnungsgemäß fixiert wurde.
Es kann vorkommen, dass einer Feder zu wenig axialer Raum zur Verfügung steht. Dies geschieht beispielsweise, wenn der Spannkopf vor dem vollständigen Spannen festgezogen wurde oder wenn das Tor während des Spannvorgangs nicht komplett geschlossen war.
In der Praxis kommt es gelegentlich vor, dass der finale Fußboden auf einer Baustelle noch nicht gegossen ist. Der Monteur muss das Tor in solchen Fällen auf Montageblöcken aufstellen, um die geplante Endhöhe des Bodens zu simulieren. Schließt das Tor, nachdem der Boden nachträglich gegossen wurde, tiefer als ursprünglich eingerichtet, werden die Federn beim Schließen unabsichtlich weiter nachgespannt.

Vor der Montage müssen die Federn anhand der Packliste auf ihre Maßhaltigkeit (Länge und Durchmesser) überprüft werden, um Verwechslungen bei unterschiedlichen Torkommissionen auszuschließen.
Der von einer montierten Feder benötigte Bauraum setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:
Eine Unwucht im Torblatt kann vielfältige Ursachen haben. Sollte die Feder selbst fehlerhaft oder unpassend dimensioniert sein, zeigen sich meist folgende Effekte:

Wenn die Federn technisch korrekt und dimensionsgerecht sind, aber dennoch eine Unwucht auftritt, können folgende Faktoren ursächlich sein:

Bei Hoch- (HS) und Vertikal-Systemen (VS) lässt sich eine fehlerhafte Seilmontage unkompliziert überprüfen:


Das Spannen von Torsionsfedern birgt erhebliche Risiken und erfordert den Einsatz von Spezialwerkzeugen. Die zu verwendenden Spannstangen müssen zwingend aus hochwertigem Stahl (z. B. S355 / Stahl 52-3) gefertigt sein. Sobald diese auch nur minimale Verformungsspuren aufweisen, sind sie sofort auszusortieren und zu ersetzen.
Arbeiten an Torsionsfedern dürfen ausschließlich von sachkundigen und geschulten Personen durchgeführt werden!
Läuft eine Feder plötzlich mit hoher Geschwindigkeit unkontrolliert ab, deutet dies meist auf einen der folgenden Fehler hin:
Ob Feuerwache, Produktionshalle oder Einfamilienhaus — ein kurzes Gespräch reicht. Rückmeldung innerhalb eines Werktags, Vor-Ort-Termin innerhalb zehn Werktagen.