CE-Zertifizierung: Prüfung und Klassifizierung der Luftdurchlässigkeit

Die CE-Leistung Luftdurchlässigkeit gibt an, wie luftdicht ein Tor bei Druckunterschieden ist, und ist ein entscheidender Faktor für die Energieeffizienz.

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CE-Zertifizierung: Prüfung und Klassifizierung der Luftdurchlässigkeit

Alle Tor- und Paneeltypen der von der Ocean Service Group vertriebenen Produkte wurden ebenso wie alle Fenster im Hinblick auf die CE-Leistung Luftdurchlässigkeit getestet. Diese Tests wurden im Auftrag der Original-Hersteller von einer benannten Stelle gemäß den Normen EN 13241, EN 12426 und EN 12427 durchgeführt. Bei dem Test wird ein komplettes Tor vor eine Druckkabine gestellt. Anschließend wird der Luftverlust gemessen. Bei Sektionaltoren wird immer der positive Druck (Überdruck) gemessen.

Seitenansicht eines großen, weißen Industrie-Sektionaltores, das für Tests an einer massiven roten Prüfkammer montiert ist. Das Tor ist in einer Führungsschiene fixiert und mit Schraubzwingen an einem Holzrahmen befestigt. An der roten Prüfwand sind kleine quadratische Sichtfenster zu erkennen. Im Hintergrund der Halle steht eine eingefahrene rote Scherenarbeitsbühne.
Ein großes Industrie-Sektionaltor der Marke ConDoor, das in einer massiven Prüfeinrichtung eingespannt ist. Das Tor besteht aus einem geschlossenen, gerippten Bodenpaneel und mehreren darüberliegenden Reihen mit transparenten Fensterelementen. Durch die Scheiben ist eine rote Rückwand mit verschiedenen Rohren und Düsen zu erkennen, die für Dichtigkeits- oder Belastungstests genutzt wird. Am oberen Rahmen sind Schilder mit den Aufschriften "ConDoor DOOR SOLUTIONS" und "KS Prüfeinrichtung" angebracht.

Vor dem Beginn des Tests wurde die Luftdurchlässigkeit der Druckkabine ermittelt. Dieser erhaltene Wert wird von dem Wert, der beim Testen des Tores gemessen wird, subtrahiert. Die Druckkabine wird auf einen Druck (d. h. Druckunterschied) von 50 Pa gebracht. Anschließend wird gemessen, wie viel Luft in die Kabine geblasen werden muss, um die Kabine auf Druck zu halten. Diese Differenz bestimmt die Luftdurchlässigkeit, die in Kubikmeter pro Quadratmeter und Stunde (m³/m²h) ausgedrückt wird.

Ansicht zweier elektronischer Messgeräte an einem industriellen Prüfaufbau. Auf der linken Seite ist ein blau-weißes "Autozeroing Micromanometer" der Marke DP Measurement angebracht, dessen Display den Wert 51.0 anzeigt. Rechts daneben steht ein "Unicon" Steuer- oder Anzeigegerät von Ziehl-Abegg mit einer leuchtend roten Digitalanzeige, die auf 0.0 steht. Die Geräte sind unter anderem mit transparenten Pneumatikschläuchen und schwarzen Kabeln verbunden.

In umfangreichen Prüfreihen ließen die Original-Hersteller zahlreiche verschiedene komplette Tore auf ihre Luftdurchlässigkeit testen. Alle Tore wurden von der benannten Stelle SP (0402) getestet. Die Tore wurden in einer Druckkabine mit einer Kapazität zwischen 1700 und 2000 Pa getestet (Die Kapazität einer Druckkabine ist von dem möglichen Druckaufbau abhängig. Wenn ein Tor wenig „Luftverlust“ hat, kann die Kabine mehr Druck aufbauen!). Von allen Tests sind Berichte verfügbar. Diese Berichte sind vertraulich und können, falls relevant, nur in Zeewolde eingesehen werden.

Um Kosten zu sparen, werden viele Tests kombiniert. Es geht dann nicht nur um Tests verschiedener Torblätter, sondern auch von Komponenten und Teilen, wie z. B. Schlupftüren. Tests in einer Druckkabine beginnen immer mit einem Test der Luftdurchlässigkeit. Anschließend folgt der Test der Wasserdurchlässigkeit. Zuletzt wird der Test der Widerstandsfähigkeit gegen Windbelastung durchgeführt, weil dabei bleibende Schäden am Tor entstehen können.

Rückansicht eines Mannes in Jeans und einem dunkelgrünen T-Shirt mit dem weißen Logo „ConDoor“. Er steht vor einem weißen, gerippten Industrie-Sektionaltor und blickt nach oben, um die obere Kante einer integrierten, leicht geöffneten Schlupftür (Gehtür) zu inspizieren. Das Sektionaltor ist links und rechts neben der Tür mit verschiedenen Fenstertypen (eckig, länglich, rund) versehen.
Zwei Männer arbeiten an einem teilweise aufgebauten, weißen Industrie-Sektionaltor in einer Werkstatt. Ein Mann im gestreiften Hemd steht auf dem Sockel des Tores und begutachtet ein rundes Bullaugen-Fenster. Ein zweiter Mann in einem dunkelgrünen T-Shirt mit Logo steht rechts auf einer silbernen Trittleiter und arbeitet am oberen Bereich des Tores. Im Vordergrund liegen weitere metallische Bauteile oder Führungsschienen auf dem Boden bereit.
Ein Mann im blau-weiß karierten Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln klebt die rechteckigen Fensterausschnitte eines weißen Industrie-Sektionaltores ab. Er fixiert gerade mit breitem grauem Klebeband eine durchscheinende grüne Folie über der Öffnung. Diese Maßnahme dient vermutlich dazu, die Fensteröffnungen für einen Luft- oder Wasserdichtigkeitstest temporär zu versiegeln.

Die Angabe der Luftdurchlässigkeitsleistung erfolgt in Klassen. Dabei entspricht eine höhere Klasse einem besseren Wert und eine niedrigere Klasse einem weniger guten Wert. Verwunderlich ist, dass in der Norm zu einer Luftdurchlässigkeit von 0 m³/m²h (geringer ist also nicht möglich) eine Klasse 5 notiert wird, obwohl es noch eine Klasse 6 gibt. In unserer Situation ist Klasse 5 also die höchste zu erzielende Klasse.  

Klasse Luftdurchlässigkeit
bij 50 Pa
Wert in m³/m²h
0 NPD >24,01
1 24,00 24,00 - 12,01
2 12,00 12,00 - 6,01
3 6,00 6,00 - 3,01
4 3,00 3,00 - 1,51
5 1,50 1,50 - 0,00
6 Exceptional

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die Luftdurchlässigkeit in hohem Maße von dem Paneel abhängig ist. Die am geringsten leistenden Paneele #laut den vorliegenden Berichten# sind die E-Type Plank-Paneele. Die am besten leistenden Paneele sind Paneele mit einer glatten Außenseite und einer gut schließenden Verbindung (kein Plank). Dabei kann es sich auch um Woodgrain oder Stucco handeln, also nicht mit einer oder mehreren Rillen. Ein geringer Höhenunterschied auf dem Paneel wird durch die Seitendichtungen ausgeglichen. Sobald eine Vertiefung/Rille vorliegt, entsteht eine Öffnung, durch die Luft strömen kann. Der beste Wert, den #die Original-Hersteller bei diesen Prüfungen erzielen konnten#, war bei einem Test des HLV-H. Dieses ließ 1,31 m³/m²h notieren, was Klasse 5 entspricht.

Luftdurchlässigkeit kann bei Praxissituationen von großer Bedeutung sein, bei denen große Temperaturunterschiede vorliegen, wie z. B. bei Gefrier- und Kühlzellen. Ein Luftstrom ist bei einem Temperaturunterschied nicht wünschenswert, weil dies die Energiekosten beeinträchtigt.  

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