3" Schiene versus 2" Schiene

Diese Erklärung beleuchtet die technischen Gründe, warum moderne 2-Zoll-Schienensysteme durch verschraubte Verbindungen den veralteten 3-Zoll-Schienen in Bezug auf Stabilität, Torsion und Windlastwiderstand überlegen sind.

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3" Schiene versus 2" Schiene

Einleitung und Hintergrund

In der Vergangenheit befand sich für Sektionaltore über 42 m² die 3“-Schiene im Sortiment der Ocean Service Group. Aufgrund branchenweiter Berichte über Versagen von 3“-Schienen bei Sturm untersuchten die Original-Hersteller, ob die 3“-Schiene tatsächlich stärker war als die 2“-Schiene. In den internen Aufzeichnungen der Ocean Service Group wurde historisch noch nie ein Versagen der 2”-Schiene beobachtet. Größer muss somit nicht besser sein. Da es gelegentlich Fragen dazu gibt, wird in den entsprechenden CE-Berichten der Original-Hersteller eine Antwort darauf gegeben.

Entwicklung der Fertigungstechnik

Die 3“-Schiene ist ein Erbe der Vergangenheit. Diese größere Schiene wurde mit dem Gedanken eingeführt, dass sie stärker sei. Dies betrifft die Belastbarkeit der horizontalen Schiene und den Windlastwiderstand der vertikalen Schiene. Nun hat sich in den letzten Jahren in der Welt der Tore viel verändert. In der Vergangenheit wurden viele Schienensätze punktgeschweißt oder mit einer Tox-Verbindung versehen. Heute verwenden fast alle Hersteller von Schienensätzen eine Schraubverbindung. Die Festigkeit einer Tox- und Punktschweißverbindung hängt teilweise vom Maschinenführer und den verwendeten Werkzeugen ab. Eine Schraubverbindung hingegen ist immer gleich und liefert daher ein stabiles Ergebnis in Bezug auf die Festigkeit.

Wichtige Faktoren für die Schienenleistung

Es ist wichtig zu verstehen, dass es mehrere Punkte und Komponenten gibt, die für die Leistung der Schiene wichtig sind:

  • Die Stärke und Ausführung der Laufrolle
  • Die ordnungsgemäße Montage sowohl der horizontalen als auch der vertikalen Schiene (Schiene L+R in gleicher Höhe und gleichem Abstand sowie gleichem Diagonale messen)
  • Belastung durch unvorhergesehene Kräfte und Ursachen (z. B. ausreichende Abhängungen und stabile Befestigungspunkte)
  • Auswahl der richtigen Schiene (RES, IND und IND-HEAVY)
  • Falsche oder unbeabsichtigte Benutzung von Tor und Schiene (z. B. Kollisionsschäden und andere Pannen)
3D-CAD-Detaildarstellung der seitlichen Beschlagstechnik eines Sektionaltores. Im Fokus steht ein verschraubtes Metallscharnier, das den Übergang zwischen zwei weißen Torpaneelen bildet. An dem Scharnier ist ein abgewinkelter Rollenhalter montiert, durch den eine Metallachse verläuft. Am Ende der Achse sitzt eine weiße Laufrolle, die präzise in einer vertikalen metallischen Führungsschiene am linken Bildrand geführt wird.

Testergebnisse und aktuelles Schienenprogramm

In umfangreichen Prüfzyklen führten die Original-Hersteller Tests mit verschiedenen Versionen der Schiene durch. Diese Versionen wurden unter anderem auf Durchbiegung und Torsion getestet. Dabei stellte sich heraus, dass die Leistungen der 3“-Schiene im Vergleich zur 2“-Version viel schlechter ausfielen. Seitdem hat es in den dokumentierten Fällen kein Schienenversagen mehr gegeben.

Ein großes Industrie-Sektionaltor der Marke ConDoor, das in eine Prüfeinrichtung eingespannt ist. Das Tor besitzt ein geschlossenes, geripptes Bodenpaneel, während die restlichen Sektionen aus transparenten Fensterelementen (Vollverglasung) bestehen. Durch das Tor hindurch ist die rote Rückwand der Testanlage zu sehen. Am oberen Rand des Prüfstands sind Schilder mit den Logos „ConDoor DOOR SOLUTIONS“ und „KS Prüfeinrichtung“ montiert.

Im Lieferprogramm der Ocean Service Group sind 3 verschiedene Schienenausführungen möglich. Die Residential-Ausführung RES, die Industrieversion IND und die Ausführung für die Schwerindustrie IND-HEAVY. Die wichtigste CE-Leistung der Schiene ist der Widerstand gegen Windlast. Zur Berechnung des Widerstands gegen Windlast nutzen die Original-Hersteller in der Regel drei Formeln. Von den Ergebnissen dieser Berechnungen wird in den Leistungserklärungen immer das ungünstigste angegeben. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der in den Datenblättern vorgegebene Windlastwiderstand in allen Fällen unterhalb des Versagenspunktes bleibt.

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